Er hat den großen Überblick: Das Genie punktet auch bei Künstlern

HANNOVER. Das Ergebnis war bunt und vielfältig. Künstlerisch setzten sich Studenten der Freien Akademie der Bildenden Kunst Hannover mit der Monadologie, dem bedeutendsten philosophischen Werk von Leibniz, auseinander. Im Historischen Museum stellten die Künstler ihre Werke gestern vor. Vorher hatte eine Schülerband auf der Museumsterrasse gerockt- wohl zur Auflockerung, denn Leibniz‘ Monadologie ist, vorsichtig gesagt ziemlich komplex.

Kurz gefasst vertritt Leibniz darin die Auffassung, dass der ganze Kosmos eine harmonische Einheit bilde. Das Ganze sei mehr wert als die Summe seiner Teile. Monaden sind für ihn die Quellen von spontanem, nicht erklärbarem Wirken in der Natur, die die Einheit eines jeden Einzeldings oder Individuums gewähren.“Ich habe versucht, die Monade in mir selbst aktiv zu machen und unsagbare Dinge erklärbar darzustellen“, beschreibt der iranische Student Khalil Dasthi die Entstehung von einem seiner Bilder. Friederike Franziska Peitzmeier hatte vor dem Projektwenig mit Leibniz am Hut. Mittlerweile hat sich das grundlegend geändert:.. Es hat mir gezeigt, dass dieser Mann nicht nur Philosoph, sondern auch Mathematiker und Erfinder war. Ein Universalgenie eben.“Auch Seniorstudent WolfgangSchmidt (75) ist von Leibniz begeistert: lch muss gestehen. dass es mir nicht gelungen ist, tief in die Monadeneinzudringen. Als ehemaliger Ingenieur bin ich eher ein Realist. Michfaszinieren seine naturwissenschaftliche Begabung und seine Vielseitigkeit.“ boh

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