Hier wimmelt alles

Bernd Natke aus Linden gestaltet Wimmelbilder – jetzt auch von Linden

Der Lindener Bernd Natke (52) zeichnet schon seit frühester Jugend, die Figuren in seinen ersten Comic-Strips waren Mönche. Deutlich weltlicher orientiert sind seine gezeichneten Serien: „Arni Cassecou“, „Linie 1“ und „Der kleine Tod“ sind Kult Wimmelbilder, mit denen er mittlerweile bundesweite Berühmtheit erlangt hat. Städten wie Feiburg und Hannover, Orten wie dem Schloss Neuschwanstein und dem Erlebnis-Zoo Hannover hat er schon auf „Wimmelbildern“ mit seinem Stift das gewisse „Natke“-Etwas verliehen. Seine Figuren sind immer liebevoll ausgearbeitet, seine Bauwerke leben von den hinreißenden Details.
Jetzt hat er für die Madsack-Gruppe ein neues Wimmelbild geschaffen, es zeigt Linden mit all seinen liebenswerten Facetten. Wir haben uns mit dem Künstler unterhalten.
Herr Natke, Sie sind Diplom-Mathematiker. Heißt das, Sie benutzen beim Zeichnen Ihren Computer?

Nein, das wäre ja geschummelt. Ich mache tatsächlich noch alles mit der Hand. Nur zum Colorieren nehme ich Photoshop.

Wie finden Sie Ihre Motive?

Das kommt drauf an. Beim neuen Linden-Bild war das nicht schwer. Ich muss ja nur aus der Tür gehen und bin mitten drin in meinem Lieblings-Stadtteil. Ich hab auch schon New York gemalt, da gestaltete sich das etwas schwieriger. Da hab ich mir Bücher und das Internet zu Hilfe geholt.

Sie sind Dozent an der „Freien Akademie der bildenden Kunst“ in Sachen Comics, Sie geben Malkurse, ihr Buch: „Comic-Zeichnen für Einsteiger“ verkauft sich wie geschnitten Brot. Wer kann Comics zeichnen?
Eigentlich jeder. Zwei Dinge sind elementar: Ein gewisses Zeichentalent und, wichtiger, die Ideen, um eigene Figuren zu entwickeln. Bei beidem bin ich behilflich. Es dauert allerdings Jahre, bis man seinen eigenen Stil hat. Ein guter Zeichner ist man nicht über Nacht.
Interview: Michael Krowas